Vielleicht hat der Erfolg der Neurowissenschaften bei einigen Geisteswissenschaftlern ein gewisses Revierverhalten ausgelöst. Analog des umstrittenen Prinzips der Gouldschen "Nonoverlapping Magisteria" (NOMA [18]), welches die Zuständigkeitsbereiche von Religion und Wissenschaft separiert, liegt es nahe, die Zuständigkeit der Geisteswissenschaft für den Geist und der Neurowissenschaft für die Physis festzulegen. Die historische Zwangsliaison der Geisteswissenschaft mit der Religion und ihrem Leib-Seele-Konzept scheint sich ebenfalls ganz zwanglos in dieses Paradigma einzugliedern. Wie dem auch sei, es lässt sich jedenfalls symptomatisch feststellen, dass von Geisteswissenschaftlern immer wieder heftige Kritik an dem Konzept geäußert wird, dass mentale Vorgänge mit physischen identisch seien.
Anonymous
Eine konsequent naturalistische Haltung, die Theorien und Erfahrungen aus den Naturwissenschaften ernst nimmt, erfährt auch heute noch engagierte Kritik.
Entwurf einer materialistischen Ontologie
In "Über die Natur der Dinge" präsentieren der Physiker und Philosoph Mario Bunge und der Biologe Martin Mahner ein Denksystem des philosophischen Materialismus, nach dem nur konkrete, dinghafte Gegenstände real sind. Bei den idealististen oder spiritualistischen Gegenpositionen nimmt man hingegen auch immaterielle Ideen, entkörperlichten Geist oder übernatürliche Wesenheiten als existent an. Materialistische Positionen in der Nachfolge der Charvaka-Philosophen und der griechischen Atomisten werden öfters kritisiert, was sicher nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass menschliche Bedürfnisse nach absolutem Sinn, unbedingten Gründen, letzten Prinzipien, einem vom Körper unabhängigen Geist oder einer herausragenden Rolle des Menschen im Kosmos nicht mehr ontologisch unterfüttert werden.
Zum ersten Mal hörte ich Klavierstück X im Jahre 1980 auf den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt. Der Interpret Bernd Wambach spielte das Stück während eines der Nachmittagskonzerte. Es ist sicher nicht unwesentlich, ob man dieses Werk durch eine Aufführung oder in Form einer Aufnahme kennenlernt. Der durch die Spieltechnik verursachte, fast theatralisch zu nennende gestenreiche Vortrag, das unmittelbare Erlebnis des physisch kraftvollen Spiels sowie der Kontrast der Passagen mit hoher Aktionsdichte zu denen des Innehaltens und des Hineinhorchens in den Klang erlebt der Hörer unmittelbar wohl nur in einer Konzertsituation.
Horst Afheldt veröffentlichte in "Wirtschaft, die arm macht" (S. 15) eine visualisierte Zeitreihe des Bruttoinlandsprodukts (BIP), die veranschaulicht, dass das Wachstum in Deutschland seit 1950 immer linear und nie exponentiell verlief.
Im Jahre 2002 diskutierte ich in der Usenet-Gruppe de.comp.security.firewall Fragen über Computersicherheit. Im Verlauf des oft ziemlich robusten Diskurses fielen mir die zahlreichen Stilblüten auf, mit denen sich die Kombattanten gegenseitig bedachten. So kam mir die Idee zu einer Montage, bei der ich lediglich die zitierten Kommunikationsfetzen durch einige wenige erfundene Diskussionsbeiträge zusammenkitten und durch geeignetes Hintereinanderstellen zu dramatisieren brauchte.
Ich habe alle Tests zwar anhand des Vigor-Routers beschrieben, jedoch bieten viele andere Routermodelle auf dem Markt sehr ähnliche Leistungsmerkmale, so dass die hier gemachten Aussagen meist übertragbar sind. Jedoch verwenden die Hersteller oft verschiedene Begriffe für das gleiche Leistungsmerkmal. Auch die unten angegebenen Experimente kann man wohl meist analog übertragen.
Die Diskussionsdynamik des Usenet fordert immer wieder Opfer. Ein besonders bemerkenswerter Kollateralschaden entstand 2002 in der Gruppe de.comp.security.firewall. Ein Teilnehmer, der bisher nur mitgelesen hatte, wollte sich lobend über die Disputanten äußern, geriet dann aber in ein wild ausuferndes Kreuzfeuer.
In der Computertechnik bezeichnet gelegentlich ein Begriff je nach Kontext unterschiedliche Sachverhalte. Besondere Verwirrung entsteht dann, wenn sich die verchiedenen Bedeutungen nur in Nuancen unterscheiden.