Ist Ockhams Sparsamkeitsprinzip ein primäres Kriterium?

In der heutigen Wissenschaft spielt dieses Prinzip vor allem beim Postulieren unbeobachtbarer Objekte oder Prozesse eine Rolle, mit deren Hilfe beobachtbare Sachverhalte erklärt werden sollen. Welche Aussagen hierbei jeweils sparsamer sind, lässt sich ohne eingehende Analyse jedoch nicht so einfach sagen...

Rationale Theologie - ein Oxymoron?

Über Holm Tetens: "Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie"

Freier Wille - ein Widerspruch?

In seiner Monographie "Gott denken: Ein Versuch über rationale Theologie" vertritt Holm Tetens das Konzept eines absolut freien, unvorhersagbaren Willens. Philosophen beschäftigen sich schon lange mit dem Problem der Willensfreiheit. Der Begriff der indeterminierten Freiheit erweist sich jedoch als inkohärent.

Realismus versus Sparsamkeit

Geschichten, die das Usenet schrieb

In de.sci.philosopie ringen Diskursteilnehmer um Antworten auf die Frage, ob die Realität nicht der Sparsamkeit geopfert werden sollte.

F: Der Affe, der keine realistische Wahrnehmung von dem Ast hatte, nach dem er sprang, war bald ein toter Affe - und gehört daher nicht zu unseren Urahnen.

Sind Naturalismus und Skeptizismus kompatibel?

Mit dem Artikel "Esoterik durch die Hintertür" glossiert Timm Grams einige aus seiner Sicht problematische Entwicklungen in der GWUP. Reichhaltige Formulierungseinfälle verhelfen der Grams'schen Kritik im weiteren Verlauf zu effektvollen Spitzlichtern.

Kant-Diskussion - leicht gekürzt

Geschichten, die das Usenet schrieb

Im lebhaften Gespräch versuchen die Diskutanten in de.sci.philosopie den Welträtseln auf die Spur zu kommen:

F: Wie konnte die beeindruckende Sehleistung der Raubvögel entstehen, wenn nach Kant räumliche Beziehungen keine vom Subjekt unabhängige Eigenschaften des äußeren Milieus sind?

Erebos: Das ist ein non sequitur.
F: Nein, da ist ein ex falso quodlibet.
Nyx: Nein, es ist zutreffend.
F: Das ist billig.

Geisteswissenschaftliche Einwände gegen den psychophysischen Monismus

Vielleicht hat der Erfolg der Neurowissenschaften bei einigen Geisteswissenschaftlern ein gewisses Revierverhalten ausgelöst. Analog des umstrittenen Prinzips der Gouldschen "Nonoverlapping Magisteria", welches die Zuständigkeitsbereiche von Religion und Wissenschaft separiert, liegt es nahe, die Zuständigkeit der Geisteswissenschaft für den Geist und der Neurowissenschaft für die Physis festzulegen. Die historische Zwangsliaison der Geisteswissenschaft mit der Religion und ihrem Leib-Seele-Konzept scheint sich ebenfalls ganz zwanglos in dieses Paradigma einzugliedern. Geisteswissenschaftler äußern immer wieder heftige Kritik an dem Konzept, dass mentale Vorgänge mit physischen identisch seien.

Philosophische Kapriolen

Anonymous

Eine konsequent naturalistische Haltung, die Theorien und Erfahrungen aus den Naturwissenschaften ernst nimmt, erfährt auch heute noch engagierte Kritik.

Als Beispiel hierfür mag ein ganzes Bündel von Attributen dienen, das ein anonymer Geisteswissenschaftler zur Qualifizierung dieser philosophischen Position kreierte:

...reiner Dogmatismus, philosophischer Nonsens, bloßes Glaubensbekenntnis, DDR-Ideologie, sinnfreies Werturteil, dogmatisches Geschwätz, zig-fach zerpflückt, irrelevant, obsolet, plump, bedeutungslos, Quatsch...

Über Kritik an "Natur der Dinge" von Bunge & Mahner

In "Über die Natur der Dinge" präsentieren der Physiker und Philosoph Mario Bunge und der Biologe Martin Mahner ein Denksystem des philosophischen Materialismus, nach dem nur konkrete, dinghafte Gegenstände real sind. Bei den idealististen oder spiritualistischen Gegenpositionen nimmt man hingegen auch immaterielle Ideen, entkörperlichten Geist oder übernatürliche Wesenheiten als existent an. Materialistische Positionen in der Nachfolge der Charvaka-Philosophen und der griechischen Atomisten werden öfters kritisiert, was sicher nicht zuletzt damit zusammenhängt, dass menschliche Bedürfnisse nach absolutem Sinn, unbedingten Gründen, letzten Prinzipien, einem vom Körper unabhängigen Geist oder einer herausragenden Rolle des Menschen im Kosmos nicht mehr ontologisch unterfüttert werden.

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